Veredelung von Rohstoffen

Werden einzelne Bestandteile aus einem Rohstoff mittels überkritischer Extraktion selektiv entfernt, spricht man von einer Veredelung der Rohstoffe. Anders als bei der Extraktgewinnung ist der behandelte Ausgangsstoff die gewünschte Komponente. Der gewonnene Extrakt fällt je nach Anwendung als Neben- oder Abfallprodukt an.

Die Hauptanwendungsgebiete der Veredelung von Rohstoffen/Naturprodukten sind in der Lebensmittelindustrie zu finden:

  • Entkoffeinierung von Tee und Kaffee unter Verwendung von überkritischem CO2
  • Extraktive Pestizid-, Cholesterin- oder Lösungsmittelentfernung aus Naturstoffen/Rohstoffen und Extrakten

Auch hier wird in der Regel CO2 als überkritisches Fluid eingesetzt und der Extraktionsprozess läuft analog zu dem der Extraktgewinnung aus Naturstoffen ab.

Extraktive Aufbereitung

Sollen Substanzen oder Komponenten in ihren ursprünglichen Ausgangszustand bzw. ihrer ursprünglichen Zusammensetzung versetzt werden, bietet die Extraktion mit überkritischen Fluiden eine Möglichkeit zur Aufbereitung dieser Substanzen.

  • Entfernung von Bindern aus Bauteilen
    Beispiel:
    Entbindern von Bauteilen aus pulverförmigen Ausgangsmaterialien unter Verwendung von überkritischem CO2
  • Lösungsmittelrückgewinnung aus synthetischen Produkten
  • Reinigung von kontaminierten Substanzen
    Beispiele:
    Reinigung von kontaminierten Böden, Regenerierung von Absorptionsmitteln, etc.
  • Altölaufbereitung
    Beispiele:
    Schmierölaufbereitung, Schleifschlammentölung, etc.

Die Anwendungsmöglichkeiten der extraktiven Aufbereitung sind vielfältig und nahezu unbegrenzt. Uhde verfolgt stets die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet und beteiligt sich mit eigenem „Know-how“ an zahlreichen Forschungsprojekten und der Entwicklung neuer Verfahren.