12.07.2011

Lebensmittel werden mit Hochdruck konserviert

Die Haltbarmachung von Lebensmitteln durch Erhitzung, Salz (Pökeln), Rauch (Räuchern) oder einfach durch Trocknen ist der Menschheit seit Jahrhunderten bekannt. Uhde High Pressure Technologies und MULTIVAC, der weltweit führende Hersteller von Verpackungslösungen, gehen mit der Hochdruckbehandlung von Lebensmitteln ganz neue Wege.

Bei der Hochdruckbehandlung wird ein verpacktes Lebensmittel einem hohen Druck von bis zu 6.000 bar ausgesetzt. Zur Verdeutlichung: Dies entspricht einem Druck, der theoretisch sechzig Kilometer unter der Meeresoberfläche herrschen würde. Dadurch werden schädliche Mikroorganismen in den Lebensmitteln ohne den Einsatz von Hitze oder Konservierungsmitteln zerstört.

Das Ziel des High Pressure Processing (HPP) ist also, die sehr produktschonende Reduzierung oder Inaktivierung von unerwünschten Mikroorganismen in Lebensmitteln, um einerseits deren Haltbarkeit zu verlängern und andererseits die Lebensmittelsicherheit zu verbessern. Das HPP-Verfahren ist nicht nur für die Lebensmittelindustrie interessant, auch für die Pharma- und Kosmetikindustrie bieten sich neue Möglichkeiten.

Die Vorteile des HPP-Verfahrens sind folgende:
Die Sicherheit und Haltbarkeit der Lebensmittel erhöht sich, was für Konsumenten und Produzenten gleichermaßen von Vorteil ist. Da die Behandlung in der Endverpackung stattfindet, kommt es zu keiner Rekontamination beim Abfüllen und Verpacken und auf den Zusatz von Konservierungsstoffen kann in vielen Fällen vollständig verzichtet werden. Dabei bleiben Geschmack und Nährstoffgehalt weitestgehend erhalten und es kommt zu keinen thermischen Schädigungen des Produkts. Dies nicht zuletzt auch deshalb, da das gesamte Lebensmittel gleichmäßig behandelt wird, da Hochdruck unmittelbar und von allen Seiten auf die Lebensmittel einwirkt.

Bislang fanden sich fast ausschließlich hochdruckbehandelte Produkte in Vakuumverpackungen im Markt. Durch die Kombination des Know-Hows von Uhde High Pressure Technologies und MULTIVAC ist es nun erstmalig möglich, auch unter Schutzgasatmosphäre (MAP) verpackte Lebensmittel sicher mit HPP zu behandeln. Darüber hinaus bietet MULTIVAC die Möglichkeit, die HPP-Anlage in automatisierte Verpackungslinien zu integrieren, wodurch die HPP Behandlung auch unter ökonomischen Aspekten für Lebensmittelhersteller und -Verpacker attraktiv wird.

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