Reaktionen in überkritischen Fluiden
Die Nutzung überkritischer Fluide in chemischen Reaktionen stellt ein sehr aktuelles Forschungsgebiet dar. An vielen Forschungseinrichtungen werden derzeit unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten untersucht. Ziel dieser Untersuchungen ist es, neuartige Verfahren zu entwickeln mit denen die Nachteile herkömmlicher Verfahren, wie:
- die Erzeugung unerwünschter Neben- bzw. Abfallprodukte,
- geringe Ausbeuten,
- und schlechte Kontrolle der Reaktionsgeschwindigkeit
auf ein Minimum reduziert werden können.
Der Schwerpunkt vieler Forschungsvorhaben ist die Verwendung von überkritischem CO2 als Lösungsmittel in chemischen Synthesereaktionen (z.B. Polymerisationen). Aber auch eine Nutzung von überkritischem Wasser als Reaktionsmedium wird derzeit intensiv erforscht. Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem SCWO-Prozess (SuperCritical Water Oxidation) wird an einem Prozess zur Biomassenvergasung in überkritischem Wasser gearbeitet. Die sogenannte SCWG (SuperCritical Water Gasification) nutzt wässrige Biomasse um Wasserstoff bzw. Synthesegas zu produzieren.
SCWG (SuperCritical Water Gasification)
Bei diesem Prozess werden organischen Substanzen (Biomasse) mit überkritischem Wasser, ohne Zusatz von Sauerstoff, umgesetzt. Dabei wird Wasserstoff sowohl aus den organischen Substanzen als auch aus dem Wasser freigesetzt. Der Kohlenstoff wird hauptsächlich zu CO2 oxidiert. Dieses neue Verfahren wurde bereits im Pilot-Maßstab demonstriert und verspricht ein großes Potential bei der effektiven Erzeugung regenerativer Brennstoffe. Überkritische Fluide bieten in Zukunft ein großes Potential für die Erzeugung chemischer Qualitätsprodukte. Uhde liefert bereits heute viele Komponenten und komplette Anlagen für überkritische Verfahren. Diese Erfahrungen machen uns zu einem kompetenten Ansprechpartner wenn es um Reaktionen in überkritischen Fluiden geht.

